Photovoltaik-Software: Funktionen

Photovoltaik-Software: Funktionsbeschreibung

1. Dachplanung

Dachform und Bemaßung Der Einstieg erfolgt über die Auswahl der gewünschten Dachform: Satteldach, Pultdach, Zeltdach oder Walmdach. Für die gewählte Dachform wird die  entsprechende Dachzeichnung  erzeugt. Über die Eingabe in die Bemaßungsfelder werden die Dimensionen zentimetergenau dargestellt. Die Dachränder an den Seiten links und rechts, am First und an der Traufe können einzeln eingestellt werden. Damit sind modulfreie Flächen an den Rändern gleich zu Beginn planbar. Weitere Dachformen wie Krüppelwalmdach oder auch freie Formen sind in Arbeit. Neigung und Ausrichtung Die Ausrichtung (Azimut) kann in Grad oder als Kardinalpunkt angegeben werden. Die Dachneigung in Grad beeinflusst die Schnittfläche der Sperrobjekte auf dem Dach. Sperrobjekte / Störflächen In der MBC  Photovoltaik Software sind unterschiedliche Typen von Dachgauben  integriert. Die Schnittfläche der Gaube, die sich auf dem Dach ergibt wird  automatisch berechnet. Weitere Sperrobjekte sind Kamin, Dachfenster, Kollektor und eine allgemeine freie Form. Jedes Sperrobjekt gibt eine Grundform vor und kann beliebig bemaßt werden. Die Berechnung der Verschattung von Sperrobjekten ist ein weiterer hilfreicher Baustein für eine schnelle und solide Dachplanung. Sparren / Pfetten Der Abstand von Sparren oder Pfetten wird in der Dachzeichnung graphisch dargestellt.  Die Angabe des  1.Sparrens bzw. der  1.Pfette sorgt für die Berechnung der realen Befestigungspunkte.

Dacheindeckung Verschiedene Dacheindeckungen wie Frankfurter Pfanne, Schiefer, Trapezbleck, Biber, Welle stehen zur Verfügung. Die gewählte Dacheindeckung wirkt sich auf die Unterkonstruktion (Montagesystem) aus.

 

2. Modulauswahl und Photovoltaik Generator

Dem Anwender steht eine Auswahl von Solarmodulen mit den wesentlichen Technischen Daten zur Verfügung. Die Module sind in einer kundenspezifischen Datenbank gespeichert. Diese Datenbank kann von MBC Kunden  selbstständig  gepflegt und aktualisiert werden. Online Updates der Produktdatenbank sind selbstverständlich auch möglich. Nachdem sich der Anwender für ein Solarmodul entschieden hat, kann die Dachbelegung auf zwei Arten erfolgen: Automatische Belegung der Module Bei der automatischen Berechnung erfolgt die Belegung nach der maximalen Netto-Dachfläche. Platzierte Sperrobjekte und eingegebene Dachränder werden hierbei nicht belegt. Kritische Dachränder, die sich aus der Statischen Berechnung der Unterkonstruktion ergeben, werden ebenfalls nicht mit Modulen belegt. Der Anwender hat zusätzlich auch die Möglichkeit eine gewünschte PV-Leistung für den Generator vorzugeben, dann wird nur eine Fläche entsprechend der Leistung belegt.

Manuelle Belegung der Module Bei der manuellen Belegung kann der Anwender Modulfelder aufziehen und diese zentimetergenau platzieren. Die Modulfelder können waagerecht und senkrecht angelegt werden. Das Arbeiten mit den Modulfeldern erlaubt ein zielorientiertes und schnelles Arbeiten auf dem Dach. Der Anwender kann sofort erkennen welche Anordnung der Modulfelder für die zu planende Anlage am besten ist. Die grafische Ausgabe zeigt unmittelbar an, wo Module liegen dürfen und welche Zonen, zum Beispiel im Randbereich, kritisch sind. Ergänzt wird die Darstellung durch die dauerhafte Anzeige der aktuellen Modulanzahl und PV-Leistung.

Der Anwender kann ebenfalls einzelne Solarmodule bearbeiten, indem er diese löscht, verschiebt und hinzufügt.

 

3. Wechselrichterauslegung

Nachdem der PV-Generator feststeht, können nun die geeigneten Wechselrichterkombinationen errechnet werden. Der Anwender wählt zuerst den gewünschten Wechselrichterhersteller. Ob SMA, KACO, Danfoss oder Fronius, die technischen Daten der Wechselrichter sind auch hier in einer kundenspezifischen Produktdatenbank gespeichert. Die Berechnung der Wechselrichterauslegung ist herstellerneutral. Automatische Berechnung der Wechselrichterauslegung Die Rahmenbedingungen der Berechnung sind voreingestellt und brauchen in der Regel vom Anwender nicht verändert werden: Nennleistungsverhältnis Umgebungstemperaturen Schieflast   Manuelle Berechnung der Wechselrichterauslegung Der versierte Fachmann kann im Expertenmodus die Rahmenbedingungen der Berechnung verändern. Durch Eingabe des gewünschten Nennleistungsverhältnisses kann er die Qualität und die Anzahl der Ergebnisse selbst bestimmen. Umgebungstemperaturen und Schieflast können anlagenspezifisch eingegeben werden. Um dem Fachmann noch mehr Freiheit und Selbstbestimmung zu ermöglichen, können Wechselrichter auch manuell aus einer Liste gewählt werden. Hierbei werden ebenfalls alle Strom- und Spannungswerte errechnet und ausgegeben. Der Anwender kann die Anzahl der Strings und die Module pro String verändern. Damit seiner Aufmerksamkeit nichts entgeht, werden kritische Werte im Strom- und Spannungsbereich farbig markiert.

Graphische Ausgabe der Ergebnisse Um die optimalen Wechselrichterergebnisse schnell beurteilen zu können, werden diese auch grafisch als Kurve dargestellt:  Strom, Spannung und Nennleistungsverhältnis.

 

4. Wechselrichter-Verstringung

Auch in diesem Programmteil sind automatische Berechnung und manuelles Eingreifen  kombinierbar. Die automatische Berechnung verschaltet alle Module auf dem Dach mit dem Wechselrichter-Ergebnis. Der Anwender kann einzelne Module auf dem Dach oder auch ganze Modulstränge wieder freigeben und diese dann manuell einem WR-Eingang zuordnen. Große Flexibilität bietet die Möglichkeit Module an kritischen Stellen manuell zu verschalten und den Rest automatisch errechnen zu lassen. Der Verstrinungsplan ist selbstverständlich auch ausdruckbar.

 

5. Unterkonstruktion / Montagesystem

Die Dachplanung und der PV Generator bilden die Ausgangsbasis für die statische Berechnung der Unterkonstruktion. Die Gebäudedaten wie Dachneigung, Firsthöhe, Dachform und das  Eigengewicht der Anlage fließen in die Berechnung ein. Schnee- , Windlasten und Windsog werden nach DIN 1055 berechnet. Im Ergebnis erscheinen die maximalen Befestigungspunkte, die Anzahl der Befestigungspunkte, die Länge und Position der Profilschienen. In der graphischen Darstellung werden die Postionen aller Befestigungskomponenten ausgegeben.

 

6. Materialliste

Stückgenaue Materialliste / Bestell-Liste Alle Komponenten der Photovoltaikanlage werden stückgenau in der Materialliste aufgeführt. Die Angaben umfassen Artikel-Nummer, Produktbezeichnung, Anzahl, Stückpreis. Die Bestell-Liste ist bearbeitbar, der Anwender kann weitere Produkte hinzufügen, die Anzahl verändern oder auch Produkte löschen.
Angebotserstellung Die Kundenprojektdaten, die beim Planen eines jeden neuen Projektes eingegeben werden können, fließen in das Angebots mit ein. Der Planer kann seine Rabattsätze und Rabattgruppen anlegen und dauerhaft speichern.

 

7. Projektdokumentation / Ausdruck Dachplan

Alle Parameter der Photovoltaikanlage werden in einer ausführlichen Dokumentation beschrieben, dazu gehören die Gegebenheiten des Daches, der PV-Generator, die Wechselrichterverschaltung und das Montagesystem. Diese Dokumentation ist ausdruckbar oder kann als pdf -Datei gespeichert werden. Der Dachplan kann wahlweise auf DinA3 oder DinA4 ausgedruckt werden. Mit der Angabe eines Skalierungsfaktors kann der Anwender die Ausgabegröße selbst bestimmen. Falls der Dachplan für eine Seite im Ausdruck zu groß ist, wird dieser auf mehrere Seiten verteilt, wobei der Übergang auf die Folgeseiten überlappend mit gekennzeichneter Schnittkante dargestellt wird.

 

8. Softwaretechnologie

Alle modernen Windows-Betriebssysteme von Windows XP bis Windows 8 werden unterstützt. Die Software wird mit regelmäßigen Online-Updates aktualisiert.